Die feste Verrohrung

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Was vorher geschah: Der „Unterschrank“

Heute habe ich die fixe-Verrohrung montiert (und hoffentlich Verena’s Schlafprobleme lösen können). Die Hart-PVC-Rohre kenne ich seit meiner Zeit aus dem Zoogeschäft, intensiv habe ich mit ihnen in den Schauaquarien und in der Auftragsforschung gearbeitet. Die Rohre sind gut zu schneiden, es gibt alle möglichen Fittings, vom 90°-Winkel über Kugelhahnen (ja, -hahnen!) und Rückschlagventile bis zum einfachen Reduzierstück. Wenn man einmal raus hat, wie sie zu kleben sind, kann man schnell und sicher auch komplexe Rohrleitungssysteme bauen.

Erst stecken…

Zunächst habe ich die Verrohrung „trocken“ zusammengebaut: alle Rohre passend gesägt und ohne Kleber ineinander gesteckt. Auf der Druckseite wird der Wasserstrom getrennt, eins der Rohre leitet das Wasser über mehrere Winkel ins Becken, das andere ist über einen Waschmaschinenschlauch an den Spülmaschinenanschluß unter dem Waschbecken der Küchenzeile angeschlossen. Beide können mit je einem Kugelhahn abgeschlossen werden. So kann ich mit dem Wasserdruck des Filters und dem hydrostatischen Druck das Wasser beim Wasserwechsel direkt in den Abfluß pumpen, ohne einen Schlauch legen zu müssen. So der Plan. Mal sehen, wie es sich realisieren lässt.

Die Saugseite ist relativ einfach geplant: abgesaugt wird das Wasser mit einem T-Stück etwa ein bis drei Zentimeter über dem Boden hinter dem Mattenfilter. Das Wasser läuft durch ein Rohr hinter dem Aquarium nach unten, wird über zwei Winkel in den Schrank geleitet. Dort habe ich mit einem Reduzierstück den 12/16 mm-Schlauch des eheim-Topffilters angeschlossen. Gegenüber des ursprünglichen Planes habe ich das Rohr im Schrank verkürzt. So habe ich (theoretisch) weniger Leitungsverlust und nebenbei eine Rohrklemme eingespart.

Um nicht das Becken in der Anlage fixieren zu müssen, werden die Rohre, die am ersten Winkel über dem Becken liegen, nicht verklebt, sondern nur mit Silikon-Abdichtband eingesteckt. Ich hoffe, das reicht.

… dann kleben

Nachdem die ganzen Rohre trocken spannungsfrei ineinander passten, habe ich begonnen, sie zu verkleben. Dazu wird zunächst die Klebestelle des Rohres und des Fittings mit einem Spezialreiniger behandelt. Das greift die glatte Oberfläche so weit an, dass der danach aufgetragene Spezialkleber die beiden Elemente kalt verschweißen kann: Lösungsmittel lösen den Kunststoff an, die beiden Bauteile verschmelzen miteinander. Sind die Lösungsmittel verdunstet, ist die Stelle dauerhaft verklebt.

Hierbei gibt es zwei Haken: Die Oberflächenreinigung muss sehr sorgfältig erfolgen, sonst greift der Kleber nicht richtig. Der Kleber selber muss in einem (möglichst) geschlossenen Ring auf das Rohr aufgetragen werden. Dieses wird dann -ohne es zu verdrehen!- ins Fitting geschoben. So verteilt sich der Kleber auf der Klebefläche. Verdreht man Rohr und Fitting, kann der geschlossene Kleberfilm reißen und die Verklebung tropft später. Kleine Undichtigkeiten können meist repariert werden, wenn man mit einer feinen Spritze etwas des Reinigers in die Leckage tropft. Das reicht oft aus. Wenn nicht, nimmt man den selben Weg für den Kleber.
Nach dem Kleben sollte eine Anlage mindestens 24 h aushärten.

… und so geschah es. Vor dem nun folgenden Drucktest (dabei produziert ein Aquarienfilter wirklich nicht viel Druck) habe ich echt Horror. Eine leckende Leitung ist ein echter Albtraum!

Freitag, 15 Uhr will ich Wasser im Aquarium haben!

Wie es weiter geht: Der statische Drucktest.

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