Ein zweiter Urvogel vom Solnhofen-Archipel

Steinplatte mit Oberarmknochen und Handknochen des neu beschriebenen Vogels

Die Archaeopteryx-Arten aus dem Solnhofener Plattenkalk sind als „DER Urvogel“ eine Ikone der Paläontologie und der Evolutionsbiologie. Sie zeigen in einer nahezu lehrbuchhaften Mosaikform moderne, vogelähnliche Merkmale, kombiniert mit ursprünglicheren, dinosaurierähnlichen Merkmalen. So gelten sie als „Missing Link“ (obwohl sie ja da sind und nicht fehlen) zwischen Dinosauriern und Vögeln. Aufgrund ihres Status‘ sind sie auch einer der zentralen Punkte …

Kaum bekannt und spektakulär: Die Fledersaurier

Ein spektakulärer Dino, Yi qi, der Fledersaurier

Vor etwa 163 Millionen Jahren, im mittleren Jura lebte in den Wäldern des alten Chinas ein Dinosaurier, der ungewöhnlicher kaum sein konnte. Wer nach einem Riesen oder wenigstens nach einem hüfthohen Tier Ausschau hielt, hat ihn leicht übersehen: Ambopteryx longibrachium erreichte eine Kopf-Rumpf-Länge von etwa 15 cm und trug einen langen Schwanz. Vermutlich lebte er in den Bäumen und ernährte …

Noch etwas forensische Ornithologie

  Der erste Beitrag in diesem Blog war zur forensischen Ornithologie. Vor etwas mehr als einem Jahr ist ein Hausrotschwanz vermutlich einem Turmfalken zum Opfer gefallen. Federn der Rupfung konnte ich auf dem Balkon meiner Eltern finden. Damals konnte ich dem Vorgang nicht „wirklich“ abschließen. Ich hatte vermutet, dass das Rotschwanz-Revier im betroffenen Jahr nicht neu besetzt wurde. Das hat …

Ein gutes Jahr für den Kakapo

Der Kakapo ist einer der ungewöhnlichsten Papageien, die es auf der Welt gibt. Ausgewachsen misst er bis zu 60 cm und wiegt drei bis vier Kilogramm. Damit ist er auch der schwerste Papagei – und flugunfähig. Dafür ist er gut zu Fuß und nutzt seine Flügel nur zum Balancieren oder um zu bremsen, wenn er sich von Bäumen fallen lässt. …

Aufruf zum Guerilla-Gardening

Eine Frau hat das Gesicht mit bunten Tüchern verborgen, nur die Augen sehen heraus

  Bereits im letzten Jahr ging das Bienensterben groß durch die Medien. Gerne wird Albert Einstein zitiert, mit den Worten „Wenn die Bienen verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben; keine Bienen mehr, keine Pflanzen, keine Tiere, keine Menschen mehr.“* Mittlerweile ist ein allgemeines Insektensterben daraus geworden, auch die Vögel leiden darunter. Hand aufs Herz: wer hat …