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Sandstaub im Aquarium

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Was vorher geschah: Es ward Licht

 

Nach einer längeren Kunstpause habe ich heute wieder am Aquarium gebaut. Die „tote“ Einrichtung ist nun versenkt, der Mattenfilter steht.

Aus dem Urlaub hatte ich ein paar Birkenknüppel mitgebracht, sie trockneten nun einige Tage in der Ecke vor sich hin. Jedes Mal, wenn ich sie sah, wurde das schlechte Gewissen ein wenig größer. Doch heute kam endlich die göttliche Dreifaltigkeit über mich: „Lust zum Bauen, Pflanzen sind da, du hast Zeit“ zusammen und kurz nach Mittag gings los:

1. Zunächst habe ich die Birkenknüppel auf Länge gesägt und versucht, sie „nackt“ auf die Plexiglasplatte zu schrauben. Unglaublich, wie hart Birkenholz sein kann, ohne Vorbohren bekomme ich die Schraube nicht rein. Also: 3 mm Loch in die Bodenfläche bohren und dann auf die Platte schrauben. Das ging doch deutlich besser.
Damit die Schraubenköpfe nicht mit vollem Gewicht auf das Glas drücken, müssen sie versenkt werden. Das geht relativ einfach mit einem großen Universalbohrer: nur 2 mm tief versenken, aber der Kopf der Schraube passt in die Vertiefung. Insgesamt ist mir das leidlich gelungen, aber offenbar gut genug.

2. Wasser aus dem Aquarium abpumpen, durch den direkten Anschluss an die Abwasserleitung geht das echt bequem, ich muss nicht einmal dabei stehen. Vorher sauge ich aber den Mulm ab, der sich angesammelt hat. Mulm? Ja, und erstaunlich viel Mulm hat sich in dem leeren, nicht angeimpften Aquarium ohne sichtbaren, lebenden Besatz gesammelt.

3. Nachdem das Wasser bis auf einige Millimeter abgezogen war, habe ich die Plexiplatte mit den aufgeschraubten Birkenknüppeln ins Becken gezirkelt. Das war schwieriger, als erwartet, die Platte war erstaunlich sperrig.

4. Um die Platte möglichst schnell zu fixieren, habe ich die kleine Tüte Sand (10 kg) ins Aquarium gekippt. Nach einem größeren Hustenanfall hatte sich dann auch die Luft im Becken soweit geklärt, dass ich das etwas störrische Bodenheizkabel darin fixieren konnte. Für alle, die fragen: 10 kg Quarzsand 0,4 – 0,9 mm ohne Zusätze. Das Bodenheizkabel ist ein ungeregeltes Kabel von Dennerle, Systemleistung 25 W, seit vielen Jahren in meinem Besitz. Es wird (noch) nicht angeschlossen.

5. Der kleinen Tüte folgte dann die große Tüte Sand. 25 kg, 0,1 – 0,4 mm, also etwas feiner als der Sand unten. Mal sehen, wie lange es dauert, bis es sich vermischt.

6. 2 Gieskannen Wasser rein und bepflanzen: zunächst habe ich einen Teil des Javamooses auf die Birkenäste aufgebunden. Dann folgten die Cryptocorynne wendtii im Vordergrund, die ich in großer Zahl aus dem Aquarium meiner Eltern abgesammelt habe. Zuletzt durften die Stängelpflanzen, deren Namen ich immer vergesse, im Hintergrund Platz nehmen.

7. Wasser auffüllen. Natürlich sieht noch alles sehr chaotisch aus. Die Pflanzen werden noch einige Tage brauchen, bis sie sich anpassen, zum Licht orientieren und weiter wachsen können.

 

Und so geht’s weiter: die ersten Fische kommen

 

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