Die Lochkrankheit
Die Empfehlung einer experimentellen Behandlung
Aus den bisher gesammelten Daten kann ich zwar bisher keine genaue Darstellung der Krankheit erstellen, aber da einige Behandlungen Erfolg hatten, kann ich hier eine Empfehlung geben.
Achtung! Bei den hier gemachten Empfehlungen handelt es sich um eine experimentelle Behandlung. Es ist nicht sicher, ob die Behandlung anschlägt, insbesondere weil noch nicht alle Ursachen der "Lochkrankheit" bekannt sind.
Einige Fälle der "Lochkrankheit" scheinen durch eine übermäßige Vermehrung von Darm-Kommensalen verursacht zu werden. Diese übermäßige Vermehrung wird oft durch externe Faktoren (falsche Haltung, Umsetzen, sozialer Stress etc.) induziert. Durch Beendigung des Stresses kommt meist auch die Darmflora wieder in die Waage, nur in weniger als 10% aller durch Kommensalen verursachten Fälle ist eine Behandlung mit einem Medikament notwendig.
Die hier gemachten Empfehlungen beziehen sich ausdrücklich auf die häufigste Form der Lochkrankheit, die hauptsächlich durch Haltungsfehler entsteht, da dies gerade bei Diskusfischen die häufigste Ursache ist.
- Auf geringe Wasserhärte achten. Bei südamerikanischen Cichliden sollte sie unter 6° dGH, bei Diskusfischen sogar deutlich unter 4° dGH liegen.
- Auf eine optimale Beckeneinrichtung sollte geachtet werden. Kahle Becken (mit Laichkegel) sorgen für ständigen Stress, eine anständige Einrichtung beruhigt die Fische sehr.
- Das Futter sollte mindestens jeden zweiten Tag mit einem guten Präparat aus der Humanheilkunde vitaminisiert werden. Hier empfehlen sich flüssige, zuckerfreie Präparate. Wichtig ist, daß das Präparat im Kühlschrank aufbewahrt wird.
Leider wirken die Vitaminpräparate aus dem Zoofachhandel oft nicht so, wie sie das versprechen.
- Die Wasserbelastung sollte durch häufige, großvolumige Wasserwechsel gering gehalten werden.
Diese Form der "Behandlung" sollte über mehrere Monate, bestenfalls über das gesamte Leben der Fische beibehalten werden. Die Symptomatik wird allerdings erst nach einigen Wochen abnehmen, da erst die fischeigenen Mineralstoffspeicher aufgefüllt werden, bevor es zu einer sichtbaren Heilung kommt.